No Tears for the Dead

No Tears For The Dead - FilmplakatNach dem Erfolg von The Man From Nowhere (2010) war es nur eine Frage der Zeit, bis Regisseur Lee Jeong-beom seinen Fans den nächsten Thriller-Leckerbissen serviert, erneut mit gewichtiger Emotion und packender Action: No Tears for the Dead. Mit seiner Bildsprache ist Lee ohnehin so etwas wie ein ästhetisches Bindeglied zwischen dem koreanischen Kino und Hollywood. Doch im Gegensatz zu seinem vorherigen, mit eher heroischem Tenor versehenen Film, war Lee dieses Mal nicht der große Box-Office-Hit beschert. Vielleicht, weil No Tears for the Dead eine deutlich dunklere Atmosphäre erzeugt, die sich mehr mit den Konsequenzen der Grausamkeit beschäftigt, anstatt ihnen heldenhaft vorauszueilen. Weiterlesen „No Tears for the Dead“

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It Follows

It Follows - FilmplakatIn einer Welt, in der sich jedes Horrorklischee schon zigfach totgerannt hat, in der jeder zweite Genrebeitrag Familien in ein von Geistern und Dämonen befallenes Haus ziehen oder eine Gruppe Jugendlicher in einer Waldhütte umkommen lässt, sind neue Konzepte ganz besonders gern gesehen. David Robert Mitchell gelang im vergangenen Jahr mit It Follows ein finanzieller Erfolg bei niedrigem Budget. Doch ist sein oft mindestens als ungewöhnlich bezeichneter Film auch die ersehnte Hoffnung am begrenzten Horizont der Horrorfilme? Weiterlesen „It Follows“

Tokyo Tribe

Tokyo Tribe - FilmplakatNormalerweise läuft ein Künstler mit hohem Output Gefahr, für seine Quantität einiges an Qualität einzubüßen, nicht so jedoch bei Sion Sono, bei dem die Abstände zwischen zwei Filmen exponentiell zu schrumpfen scheinen, ohne dass man ihm vorwerfen könnte, nur noch lieblos seine Pflicht zu erfüllen. Im Gegenteil, inzwischen tobt er sich richtig aus. War Why Don’t You Play in Hell? (2013) noch sein ultimativer Film über Film, widmet er sich ein Jahr später mit Tokyo Tribe in völlig abgedrehter Manier der Musik, genauer der HipHop-Szene eines alternativen Japans. Weiterlesen „Tokyo Tribe“

Edge of Tomorrow

Edge of Tomorrow - FilmplakatNach Oblivion (Joseph Kosinski, 2013) scheint Tom Cruise wieder auf den Science-Fiction-Geschmack gekommen zu sein. Ein Jahr später spielt er erneut die Hauptrolle in einem Genrefilm, dieses Mal in Doug Limans Verfilmung des japanischen Romans All You Need Is Kill von Hiroshi Sakurazaka, die in den schneidigen Titel Edge of Tomorrow umbenannt wurde. Weiterlesen „Edge of Tomorrow“

The Salvation

The Salvation - FilmplakatIm trockend heißen Westen der USA angesiedelt und in Wahrheit in Südafrika gedreht, bekommt das wohl amerikanischste aller Genres mit Kristian Levrings The Salvation einen dänischen Touch, der es in sich hat. Das überwiegend europäische Schauspielensemble um Mads Mikkelsen und Eva Green steckt knietief in einer blutigen Rachegeschichte, die keine Gefangenen macht. Weiterlesen „The Salvation“

Expelled from Paradise

Expelled from Paradise - FilmplakatWenn das Poster bereits von einem riesigen Kampfroboter geziert wird, schürt Expelled from Paradise sicher bereits einige Erwartungen an Kenner von Mecha-Animes, einem beliebten Genre, das schon so viele Serien und Filme hervorgebracht hat, dass es kein leichtes Unterfangen ist, dem Zuschauer eine nicht schon zigfach aufgewärmte Erfahrung zu bieten. Beginnt Seiji Mizushimas Film noch als pubertärer Krawall, der seine unnötig leicht bekleidete Protagonistin in ihrem Mecha gegen eine Monsterhorde kämpfen lässt, überrascht er bald darauf mit seiner zurückhaltenden, nachdenklichen Art, bei der die Action sich erst einmal hinten anstellen muss, weil die Figuren wichtigere Dinge zu besprechen haben, wie Fragen nach Mensch und Menschlichkeit zwischen biologischen Körpern auf einem sterbenden Planeten und digitalisiertem Bewusstsein in einer virtuellen Welt. Weiterlesen „Expelled from Paradise“

Lost River

Lost River - FilmplakatNach ansehnlicher Rollenauswahl in den letzten Jahren mit Drive (Nicolas Winding Refn, 2011), The Place Beyond the Pines (Derek Cianfrance, 2012) und Only God Forgives (Nicolas Winding Refn, 2013), wagt sich Schauspieler Ryan Gosling nun an sein Regiedebüt, das keinen Hehl daraus macht, sich vor seinen ästehtischen Vorbildern zu verbeugen. Lost River nennt sich seine erste Regiearbeit und zielt auf geschmackliche Überschneidungen mit Fans von Filmemachern wie Lynch, Refn und Noé ab. Weiterlesen „Lost River“

A Girl at My Door

A Girl at my Door - FilmplakatDie Produktion von July Jungs Debütfilm A Girl at My Door wandelte auf schmalem Grat, denn die uneindeutige Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen verschreckte potentielle Geldgeber. Das hauptsächlich aus Fördermitteln des Korean Film Council bestehende Budget war deshalb auf umgerechnet 300.000$ begrenzt; die Hauptdarstellerinnen Bae Doona und Kim Sae-ron verzichteten freiwillig auf ihre Gehälter, um ihren Teil beitragen zu können. Ein Glück, könnte man sagen, denn es sind besonders die herausragenden Schauspielleistungen, die den Film tragen. Weiterlesen „A Girl at My Door“