Hail, Caesar!

Hail, Caesar! - Filmplakat22 Jahre und 17 Filme –  Die Karriere der Coen-Brüder ist inzwischen auf eine stattliche Größe angewachsen, die sie längst als nicht wegzudenkenden Teil Hollywoods etabliert. Um jene Traumfabrik geht es auch in ihrem neuesten Werk, Hail, Caesar!, das uns in die 50er Jahre zurückversetzt, eine Zeit, in der Schauspieler bei den Studios noch fest angestellt waren und sogenannte Fixer sich um all die kleinen und großen Probleme kümmern mussten, die im Filmgeschäft so anfielen. Und die Coens haben sich hierfür einige ganz besonders skurrile Probleme ausgedacht.

Eddie Mannix (Josh Brolin) ist ein solcher Fixer und hat alle Hände voll zu tun, den Extravaganzen der Stars und Sternchen entgegenzuwirken, damit sie in der Öffentlichkeit ihr Gesicht und damit das Image des Studios wahren. DeeAnna Moran (Scarlett Johansson) hat ein uneheliches Kind, das der Presse verschwiegen werden muss, Westernstar Hobie Doyle (Alden Ehrenreich) ist drauf und dran, mit seinem begrenzten Schauspiel das neue Drama von Starregisseur Laurence Laurentz (Ralph Fiennes) zu versauen und Darstellerikone Burt Gurney (Channing Tatum) hat Beziehungen zu Kommunisten. Als schließlich auch noch Baird Whitlock (George Clooney), die Hauptrolle im neuen – und natürlich entsprechend teuren – Historienepos Hail, Caesar!, entführt wird, ist Mannix mehr denn je gefragt, die neugierigen Klatschreporterinnen Thora und Thessaly Thacker (beide Tilda Swinton) abzuwehren.

Wie bei den Coens so üblich, geht irgendwie alles schief, das schiefgehen kann. Eddie Mannix steckt schon bald in einem chaotischen Geflecht illustrer Gestalten, die sich, ihm und der Fertigstellung des Films andauernd in die Quere kommen. Während Hail, Caesar! jedoch das volle Staraufgebot zu bieten hat, von George Clooney, über Tilda Swinton, bis hin zu Scarlett Johansson und sogar Channing Tatum, läuft die eigentliche Filmhandlung Gefahr, sich ein wenig im unstrukturierten Raum zu verlieren. Die exzentrischen Figuren wirken dem zum Glück teilweise erfolgreich entgegen und die Reminiszenzen an das klassische Hollywood sind liebevoll gestaltet, doch im Vergleich zu vergangenen Werken der Coen-Brüder weist der Film weniger Substanz auf als gedacht. Trotzdem macht das Hail, Caesar! noch lange nicht zu einem schlechten Film. Wenn die Gags zünden, dann richtig und die Interaktionen zwischen den Charakteren sind grundsätzlich unterhaltsam.

Wenn Hail, Caesar! nicht die Erwartungen von Fans erfüllen sollte, dann liegt das lediglich an der Höhe der Messlatte, die die beiden Regisseure in der Vergangenheit mit herausragenden Komödien wie The Big Lebowski (1998) und Burn After Reading (2008) definiert haben. Davon ab gilt: Der neueste Coen-Film ist ein seichter, aber durchaus heiterer Spaß der Regie-Ikonen.


Originaltitel: Hail, Caesar!
Regie: Joel & Ethan Coen
Drehbuch: Joel & Ethan Coen
Produktionsland: USA, Großbritannien
Produktionsjahr: 2016

Copyright der Bilder: Universal Pictures

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